Lass uns reden, über Geld

Oder: Von einem Dialog, der im Rahmen der Herbstdialoge nicht fortgeführt werden kann, der aber einen anderen Raum finden wird

Blanka Pohl ist Finanzcoach und gehört dem Netzwerk Wirtschaft neu denken an. Über dieses erfuhr sie von den Herbstdialogen. Von Beginn an war die Resonanz da, einen Beitrag anzubieten. Blanka interessiert sich für Geld-Wirtschaft, die der Potenzialentfaltung und Würde des Menschen dient und experimentiert mit einem Format, das sie Finanzcafé nennt. Ist eine solche Geldwirtschaft Utopie? Oder ist sie unser aller Gestaltungsfeld?

„Dialoge dieser Art finden bisher unter dem Titel Finanzcafé statt. Finanzcafé ist ein Raum für generativen, tiefgehenden Dialog, für Austausch und Begegnung unter Unternehmern, Vordenkern und Initiatoren/Pionieren rund um das Thema Geld. Sie haben zum Ziel, das Bewusstsein für die derzeit stattfindende Transformation, deren Geschwindigkeit und Ausmaß sowie der jetzt sicher eröffnenden Chance zur Mitgestaltung zu schaffen.

Es ist immer wieder erstaunlich, was passiert, wenn wir unsere Beziehung zu Geld in einem offenen geschützten Raum reflektieren und uns die Implikationen für unser Leben und Handeln bewusst machen. Vielleicht passt ein solcher Dialog ja in die Reihe der Herbstdialoge?“

Blankas Anfrage erzeugte wiederum bei uns große Resonanz. Was passiert, „wenn wir unsere Beziehung zu Geld in einem offenen, geschützten Raum reflektieren“ kennen wir Cusanus Studierende sehr gut. Das Stipendienmodell der Cusanus Studierendengemeinschaft greift genau diesen Gedanken auf und macht ihn als Bildungsprozess zum grundlegenden Bestandteil des Vergabeverfahrens.

In jedem Semester kommen wir in unseren Jahrgängen zusammen, sprechen offen über unsere finanzielle Situation, werden uns unserer Bedürfnisse bewusst und geben einen Existenzbedarf sowie einen Wohlfühlbedarf jeweils zwischen 0 und x Euro an. Den geschützten Raum verlässt diese Angabe jedoch nur als Summe aller Bedarfe des Jahrgangs. Auf Grundlage dieser Angaben verteilt das Vergabegremium die vorhandenen Gelder. Danach liegt es wieder in der Hand des Jahrgangs, die Ergebnisse zu besprechen und gegebenenfalls die bewilligten Gelder noch einmal so aufzuteilen, dass allen ein sorgenfreies Studium möglich ist. An dieser Stelle werden wir oft auch kreativ und überlegen gemeinsam, wie wir uns gegenseitig unterstützen oder uns Unterstützung von außen holen können.

Es ist erstaunlich, was die Praxis des Sich-Öffnens im Hinblick auf finanzielle Themen bewirken kann. Daher haben wir uns den Austausch mit Blanka Pohl sehr gewünscht. Aus terminlichen Gründen soll dieser nun nicht im Rahmen der Herbstdialoge sein, aber wir bleiben in Kontakt und blicken auf die Zukunft. Vielleicht kann sie bei dem nächsten Geldtag der Cusanus Studierendengemeinschaft zu Gast sein?

In welcher Form der Impuls auch immer fortgetragen wird, wir freuen uns darüber, dass er gegeben wurde!


Mehr Informationen zur Cusanus Studierendengemeinschaft, unserem Bildungsverständnis und Stipendienmodell gibt es hier: www.cusanus-studierende.de


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